Tag 5 im Juni. Die erste Veranstaltung haben wir gerade hinter uns, die Lesung mit der Künstlerin Leonie Wahler upstairs in der Wohngalerie. Intensiv haben wir ihr zugehört, ihre auffällige Sprache, jung, ehrlich, die mit wenigen Worten Situation, Schauplatz und innere Zustände beschreibt. Wie eine Skizze akribisch mit Bleistift gezeichnet, ein Moment, der die Geschichte dahinter zu einem Stillleben einfriert. Dazwischen sorgfältig recherchierte Zitate.

“Zeichne mir eine Landkarte dessen, was Du siehst. Dann zeichne ich eine Karte dessen, was Du niemals zu sehen im stande bist und dann sag mir, wessen Karte wird größer sein? Welche wird die größte Wahrheit erzählten?” (Key Miller, 2014)

Die Ausstellung wird noch bis zum 14. Juni zu sehen sein (mit Terminabsprache). Für den Sommer planen Leonie und ich ein Artist in Residence, aber davon ein anderes Mal. Noch sind wir im Juni.

Ausstellung: Leonie Wahler. Erzähl mir von was ich sehe was ich nicht sehe, bis 14.6.2026

Endlich ist es wieder so weit für “Töchter erklären Müttern die Welt”, eine Gesprächsreihe zwischen Roma und mir, die wir vor mehr als zehn Jahren begonnen haben, aber die eigentlich unser beiden Leben lang geht. Sie erzählt mir, und ich höre zu.

Diesmal dreht es sich um die berühmte Wette des französischen Mathematikers und Philosophen Blaise Pascal (1623 – 1662). Warum ist es besser an Gott und an den Himmel zu glauben als nicht, dass wird sie uns auf ihre unnachahmliche Weise erzählen. Genauso wie sie von dort aus den Bogen schlägt zu dem amerikanischen Pragmatismus von Charles Sanders Peirce und William James. Klingt anspruchsvoll und zu intellektuell? Keineswegs.

IT’S A DIENSTAG, den 9.6.2026, ab ca. 17:30 Uhr (Talk ab ca. 18:30 Uhr), wie üblich in der Poolstrasse 30, in Hamburg-Neustadt. Es gibt Prosecco, Wein und Antipasti von Foodiroma. Eintritt/Kaufgutschein € 25. Voranmeldung unter: 0172-4313905 oder info@romaetoska.de.

Ausstellung Krzysztof Tyszkiewicz, Steinbilder und Keramiken aus seiner Sammlung, bis 14.6.2026

17. Juni, 18:00 Uhr, Sommer-Doppelausstellung im 4. Stock am Johannes-Brahms-Platz 9, diesmal mit Fahrstuhl!!!. Noch bin ich heftig am Arbeiten und Organisieren, denn es nehmen Künstler und Künstlerinnen aus verschiedenen Ländern teil. Logistik, Verzollung und ein paar andere Kompliziertheiten, das spontane Krisenmanagement scheint mein Metier.

Es wird schon klappen. Im Kontor für junge Kunst stelle ich die Arbeiten zweier Shipibo-Conibo Künstler vor, von Daniel und Jhon aus dem Amazon-Gebiet Perus. Dazu die Sonnenbrillen-Editionen der Masterclass der Royal Academie of Fine Arts Antwerpen, tragbare Skulpturen.

Im Flur dann eine Reihe von bemalten Stuhl-Objekten von Magpie Art Collective aus Südafrika und Porträts von unterschiedlichen Künstlern, die mit Unterstützung des Fotografen und Hochschul-Professors Bernhard Prinz zusammengekommen sind. Ein ungewöhnlicher Dialog, der mich selbst neugierig macht, wie provokant oder still er sich entwickeln wird.

Ein Dienstag, der ein Donnerstag ist, am 26. Juni (!) gibt es den letzten Salon vor den Ferien mit Susanne Buch, Textil-Restauratorin aus Rostock, die u.a. das Marlene Dietrich Archiv in Berlin betreut. Ihre Passion für Stoff und Kunst hat sie rund um den Globus geführt und quer durch die Weltgeschichte von den textilen Funden der Frühzeit bis in das letzte Jahrhundert hinein. Ich freue mich sehr auf diesen Abend, egal, ob nun upstairs oder downstairs (gebe ich noch bekannt). Voranmeldung: info@romaetoska.de. Eintritt/Gutschein € 25.

Und dazwischen sind wir fleißig mit unserer Kollektion beschäftigt. Wird das schön, ist das schön! Täglich entsteht Neues, wir warten auf die Bouclés, die Seide. Vieles sind Unikate, alles andere Kleinserien, in jedem Teil steckt sorgfältige Handarbeit. Auch das prägt diesen Juni.