Es ist nur eine kleine charmante Empfehlung, ähnlich wie wir sie auf den ersten Seiten der Magazine finden, mit Abbildung und kurzem Untertext. Wer noch ein Ostergeschenk sucht für seine Kinder oder Enkelkinder, der wird hier pfündig und gönnt sich selbst das Seidentuch dazu: Magritte und sein Apfel. Ein Kinderbuch, illustriert und geschrieben von dem Belgier Klaas Verplancke in Zusammenarbeit mit dem Museum of Modern Art in New York (MOMA), erschienen 2017 auf Deutsch im Diogenes Verlag.

Es erzählt die Geschichte des berühmten surrealistischen Künstlers René Magritte, der malen konnte, aber nicht wusste was. Er quälte sich im Schlaf und bei Tag. Sein Kopf war voller Wörter und Bilder, aber seine Leinwand blieb leer.

Er wollte ein Maler der Äpfel sein. Es erinnert mich an meine Kindheit. Ich wollte eine Malerin der Wolken sein. Äpfel in Wolken. Bei Magritte wurden es Äpfel in Hüten. Apfelhüte.

Pfeifen erhielten Äste und Teller Gesichter. Wer das Buch den Kinder vorliest wird überrascht sein, dass sie diese Sprache verstehen. Wie die Künstlerin Leonora Carrington sagte: Surrealismus ist keine Kunstrichtung, sondern eine Haltung dem Leben gegenüber.

“Er malte Wörter und Dinge und manchmal meinten seine Wörter andere Dinge.” Kennt Ihr das nicht auch, wenn alles durcheinander purzelt, ein Salat im Kopf. Als erstes sind es die Namen, die sich vertauschen, dann werden es die Begriffe und man meint zu verblöden.

Lassen wir es ruhig ab-und-an zu, wenn Riesen den Himmel bevölkern, Stühle zu Schildkröten werden und Kaffeetassen zu Handys. So werden auch wir zu Maler*innen von Gemälden, in die man hinein- und wieder hinauswandern kann.

Heute male ich in Gedanken das Unmögliche, damit es möglich wird!