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Author archive for Birgit Tyszkiewicz

HOTEL = GALERIE = DEPENDANCE

“As I see it, creativity includes things like opening a hotel in Kabul,” sagte der italienische Künstler Alighiero Boetti in einem Interview 1970. Ein Jahr später verwirklichte er sein “crazy” Projekt, wie er selbst einräumte. Er wollte damit die Grenzen des Künstlerseins ausdehnen, sich neu erfinden in einem Land, das zu der Zeit viele Literaten, …

DIE ZUKUNFT WIEDER INS PROGRAMM NEHMEN

Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass ich nur Briefe schreibe, Bilder aufhänge, verträumt beim Schneidern zuschaue und ansonsten heimlich 50%-Rabatt-Schoko-Weihnachtsmänner nasche. Es gibt ein paar andere wichtige Themen, und heute ist genau der richtige Tag dafür, um, wie es der Autor des Buches schreibt, den Glauben “an ein besseres Morgen” zu vermitteln. Ich lernte …

VIELE BRIEFE VON DER DESIGNERIN

Früher nannte man sie “Blaustrumpf”, die Frauen im 18. und 19. Jahrhundert, die die typisch weiblichen Arbeiten vernachlässigten, um sich zu bilden und um zu schreiben. An ihren Fingern haftete die blaue Tinte und entlarvte sie als “Intellektuelle”, was ein Schimpfwort war. Meine Hände sehen ähnlich aus, ich schreibe Briefe an Euch, viele Briefe sind …

WEDNESDAY UPSTAIRS: DIE GENERALPROBE

Was für ein Auftakt gestern Abend: “Wednesday upstairs. Die Generalprobe”, das erste Mal oben im 4. Stock in den Wohnräumen und der Roma e Toska Gallery am Johannes-Brahmsplatz 9 in Hamburg. Erst ein paar Minuten zuvor war alles fertig geworden, was man so “fertig” nennt. Kisten und Kartons schnell zusammengeschoben. Die Bank von Magpie Art …

maria KLEINGESCHRIEBEN

In den neuen Räumen am Johannes-Brahms-Platz 9 im 4. Stock (Fahrstuhl kaputt) wird gewerkelt, gerückt, geschoben und gehängt. Mittwoch findet der erste “Wednesday upstairs” statt, eine Generalprobe für den kleinen Kreis der Freunde, Eingeweihten und Followers. Bernhard Prinz hat die große Fotoarbeit von 1987 aufgehängt, ich habe eine polnische Künstlerin und Weggefährtin meines Mannes für …

EACH DAY IS VALENTINE’S DAY

“My Funny Valentine” ist seit gestern mein Ohrwurm, während ich durch die neuen Räume gehe, im Dunkeln, bei Tageslicht und wieder im Dunkeln. Ich versuche den Plan der Räume zu verinnerlichen, ihre gefühlten Dimensionen, welche Stimmungen sie ausstrahlen, welche Blickwinkel sich ergeben. Ganz so, wie es Nele Budelmann in ihren Zeichnungen gemacht hat, die wir …

EIN HAUCH VON ROKOKO

Insgeheim habe ich das Gefühl, schon einmal gelebt zu haben (oder gleich viele Male). In der Zeitreise führt es mich regelmäßig zurück in das 18. Jahrhundert, in die Epoche der Aufklärung mit den Enzyclopädisten Diderot und d’Alembert, zum Vorabend der Revolution, den Salons, den bedeutenden Frauen, die man langsam wiederentdeckt. Es ist eine Mischung aus …