Eigentlich wollten wir die Ausstellung schon gestern hängen, aber da haben Bernhard Prinz und ich uns bei Wein und Romas köstlichem Essen in Anekdoten über unsere Zeiten in New York verquatscht. Es wurde spät, wir müde … Also heute Morgen mit frischer Energie gelang uns, wie ich finde, ein kleines wunderbares Kabinettstück. Streng sind Hängung und Aufbau entlang des breiten Flures mit dem warmen natürlichen Licht, das durch die Türen der benachbarten Räume fällt. An den Wänden die Porträts von Künstlerinnen und Künstlern, die das Genre auf unterschiedlichste Weise interpretieren. Jedem Bild haben wir ein Stuhl-Objekt der Künstlergruppe Magpie Art Collective aus Südafrika zugesellt.
Invitation Vernissage
Mittwoch, den 17.6.2026, ab 18:00 Uhr

Den Anfang macht Till Freiwald mit dem Bildnis eines Jungen, “Jonas5”, 2022, Aquarell auf Papier, 93 x 66 cm. Sein “Gesprächspartner” ist der “Tony Chair 20”, 2011, Vintage Stuhl, handbemalt (€ 880).

Gegenüber steht die Bank von Magpie Art Collective, sie hat schon vor einiger Zeit ihren Käufer gefunden. Darüber hängen wir ohne lange zu diskutieren die kleine Zeichnung von Claudia Pegel, “Mann beim Abwasch”, Buntstift auf Karton, 2016 (€ 850). Mein Doktorvater würde jetzt treffend kommentieren: “Ein Bild, das die Wand hält!”


Herrlich, wie es zwischen uns beiden hin-und-her geht. Mal folge ich seinem Vorschlag, mal akzeptiert er den meinen. Bernhard misst sorgfältig aus, ich vertraue meiner Intuition und meinem Auge.


An die lange Wand zwischen meinem Büro und dem Esszimmer kommt eine Dreiergruppe: Bernhard Prinz “Alba”, 1995, Cibachrome, gerahmt, farbig gefasst, 82 x 67 cm (€ 6.500). Einfach nur großartig! Altmeisterlich, betörend und fesselnd. Bernhard at his best! Documenta Teilnehmer, internationale Ausstellungen weltweit, vertreten in den wichtigsten Galerien, Stipendien, Professur für Fotografie in Kassel … Freund und Nachbar.

Was für freches Zusammenspiel mit den beiden “Jeansgesichtern” von Claudia Pegel, Öl auf Leinwand (€4.400 und € 4.800). Darunter links “Tony Chair 43” von 2010 und rechts “Tony Chair 39”, 2010 (je €880). Unkonventionell und lebendig, als würden Porträts und Objekte ihr eigenes “Living with Art” zelebrieren.

Ein Korridor, der zu einem Ausstellungsraum wird, wie ein Rundgang durch das Kunstschaffen. Was hängen wir an den Schluss? Bernhard und ich müssen nicht lange überlegen: Monika Czosnowska, “Adrian”, 2004, aus der Serie “Novizen”, C-Print unter Passepartout gerahmt, 77 x 63 cm (€ 4.700). De Künstlerin aus Berlin wird auch morgen anwesend sein.


Könnt ihr noch? Ich meine, morgen seht Ihr alles in Life und noch viel mehr. Aber ich will Euch mein letztes beredtes Stillleben nicht vorenthalten: Sessel von Magpie Art Collective, Vintage, handbemalt, 2011 (€ 2.200) und Claudia Pegel “Der Muthwillen”, Stahlstich ergänzt, 2024 Aquarell auf Papier, ca. 15 x23 cm (€900). Voilà! Man müsste gleich Beides kaufen.


Ich hoffe, meine Begeisterung konnte als Funkenflug überspringen. Mehr dann morgen Abend bei gekühltem Prosecco und Kringelis von Gräfin Roma in guter alter Tradition von ihrem Vater übernommen.
Roma e Toska Gallery. Upstairs, Johannes-Brahms-Platz 9, gegenüber der Laeiszhalle.
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BAUMWOLL-TÜLLROCK PERU, SCHWARZ
€798,00 inkl. Mwst. -
BASIC BLUSE, WEISS
€449,00 inkl. Mwst.



