Hui, ich bin am Wirbeln. Anne ist krank, Jade ist krank, meine lieben Helferinnen fehlen. Gäste begrüßen, Türsummer bedienen, Wein, Prosecco, Brot und Butter, gegenseitig sich vorstellen, Gespräche anstoßen und natürlich die Kunst zeigen. Sabine Weichel-Kickert geht es ähnlich. Eine Wohnung, eine Galerie, die sich füllt mit alten Freunden und neuen Bekannten, manche sogar von weit angereist. Die Künstlerin Nanhee Kim ist gekommen und der Künstler Volker Hildebrandt aus Köln, der Sammler und Mäzen Horst Zacharias aus Hameln. Danke Euch für die Fotos von dem Abend, denn bei all dem sind meine eigenen Snapshots zu kurz gekommen. Friday upstairs mit Vernissage und Talk zu THE CONTEMPORARY FAMILY OF MAN.


Eine Homeparty, die die Kunst in den Mittelpunkt stellt. Diese besondere Atmosphäre schafft den Rahmen, dass sich keiner fremd fühlt, alle schnell zum “Du” übergehen und sich gegenseitig die Arbeiten an den Wänden erklären. Wer ist Roma, wer ist Toska an den Wänden? Woher kommen die Leuchter? Die betörende Leere in den Fotografien von Irene Andessner, der Pointilissmuss von Volker Hildebrandt, die Überwürfe von Nele Budelmann, das kleine Zimmer als Installation mit den Diazettas von Herbert Döring-Spengler. Was außenvor bleibt, ist der Alltag. Ich erinnere mich, wie mein Mann immer sagte: “Es ist im Small Talk verboten, zu fragen, was jemand beruflich macht!”


Was die Ausstellung und das dazugehörige Buch anbelangt, gibt so viel zu erzählen, dass ich mich entschlossenen habe, es über mehrere Beiträge zu verteilen. Vorgestern hatte ich vom Aufbau berichtet. Bildbesprechungen werden sich in lockerer Folge anschließen. Bleiben wir diesmal bei dem Event und wie die Kunst, die Menschen zusammenbringt, plaudernd, diskutierend, wie selbstverständlich von einem Raum zum anderen flanierend.


In der historischen Schau der “Family of Man”, die Edward Steichen 1955 für das Museum of Modern Art in New York konzipierte, war nicht nur die Auswahl der Fotografien wichtig, sondern auch die Gliederung nach Themen wie Liebe, Frausein, Kindheit, sowie die Präsentation, nebeneinander, übereinander, so dass es für die Besucher*innen zu einem begehbaren Bilderbuch wurde.


Die Family of Man ist das “Bildgedächtnis” einer ganzen Ära. Die Teutloff Sammlung, die Dr. Sabine Weichel-Kickert seit 1993 (vergangenen Freitag auf den Tag genau 33 Jahre) aufbaute, betreute und erfolgreich an das Centre national de l’audivisuel (CNA) in Luxemburg vermittelte, setzt diesen Gedanken fort.


Irene Andessner, Volker Hildebrandt und Herbert Döring-Spengler sind ein Ausschnitt daraus. Welche Antworten findet die Kunst auf die sich wandelnde Zeit? Welche Brücken schlägt sie, wenn es um eine globale Verständigung geht. Es sind Dinge, die mich als Kreative bis hinein in die Mode beschäftigen.


Sabine skizziert in ihrem Vortrag den Weg von der historischen Schau hin zu ihrer Arbeit für die Teutloff Sammlung. Was ist ein ikonisches Bild? Ich denke an Dorothea Lange, die US-amerikanische Fotografin, die von der gefühlten Fotografie spricht. Ihr Satz hat eine meiner Kollektionen bestimmt “Muscheln fühlen”. Ob “contemporary” oder “historisch”, die Family of Man verästelt sich an jeder Stelle, das macht sie so faszinierend.


Heute kommen weitere Besucher*innen. Wer Lust hat, meldet sich für einen Termin in diesen Wochen an, UPSTAIRS im 4. Stock, meinem Zuhause zwischen Kunst. Die Verkaufsausstellung geht noch bis Ende Mai mit einer Finissage am 26.5.2026.

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KARO MARLENE HOSE, MULTI
€698,00 inkl. Mwst. -
ONE SIZE DRESS, ARCTIC FAUNA, MULTI
€698,00 inkl. Mwst.




Das sieht nach einer ganz wundervollen und inspirierenden Veranstaltung aus, an der ich leider zeitlich bedingt nicht teilnehmen konnte. Wir freuen uns umso mehr, dass wir als ZADIK (Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung, Köln) dem Archiv von Lutz Teutloff ein Zuhause geben dürfen. Heute wird das Archiv aus Bielefeld bei uns angeliefert. In einem nächsten Schritt müssen die Dokumente nun gesichtet, systematisiert, in Teilen digitalisiert, in unserer Datenbank erfasst und für die Langzeitaufbewahrung in professionelles Archivmaterial umgebettet werden. Über Unterstützung bei diesen vielen Arbeitsschritten würden wir uns sehr freuen! Zweckgebundene Spendenbescheinigungen werden selbstverständlich ausgestellt.
Nadine Oberste-Hetbleck, Direktorin des ZADIK
Ich reise nach Hamburg. Ich habe eine Einladung, weiß nicht genau, was mich erwartet. Ist es eine Vernissage in einer Galerie oder die Vorstellung eines Buches? Werde mich überraschen lassen. Ich betrete eine Wohnung mit ganz, ganz viel Charme und Kunst, wohin man auch schaut.
UPSTAIRS…. Ein Zuhause und ein Kunstprojekt!
Die herzliche Begrüßung durch die Gastgeberin und eine warme Atmosphäre lassen mich vergessen, dass ich außer Sabine Weichel-Kickert eigentlich niemanden kenne.
So erlebte ich also einen wunderbaren, freundlichen Abend mit guten Gesprächen, fantastischen Kunstobjekten und einer interessanten, spannenden Buchpräsentation von Sabine Weichel-Kickert zu THE CONTEMPORARY FAMILY OF MAN
Vielen Dank an alle , die dieses Ereignis entstehen ließen.
Vielen Dank, liebe Cornelia, genauso habe ich es empfunden. Ich freue mich, wenn wir uns öfter UPSTAIRS oder auch downstairs in der Poolstrasse 30, meinem Geschäft, in Hamburg wiedersehen.